|
Der Bundeskanzler spricht:
|
|
Meine sehr verehrten Damen und Herren, wie Sie wissen, demnächst sind Budestagswahlen. Bitte, meine Damen und Herren, sorgen Sie für Kontinuität in der deutschen Politik. Kontinuität bedeutet Stabilität, Stabilität bedeutet Prosperität, Prosperität bedeutet Integrität, Integrität bedeutet Solidarität, und Solidarität mit uns Politikern bedeutet eine höhere Diät. Meine Damen und Herren, das ist Fortschritt. Fortschritt bedeutet Zukunft, und ohne Zukunft kann Politik in Deutschland nicht fortbestehen. Schauen Sie, das Amt des Bundeskanzlers ist mit einer außerordentlich hohen Verantwortung verbunden. Genauso wie das Amt des Bundeskanzlers mit so viel Verantwortung verbunden ist, die kein Mensch tragen kann, genauso muß er so viel Geld verdienen, das kein Mensch hat. Meine Damen und Herren, bitte gehen Sie zur Wahl. Machen Sie von Ihrem Wahlrecht Gebrauch, und wählen Sie einen Kandidaten, der Erfahrung auf dem Gebiet der Kanzlerschaft hat. Wählen Sie einen Politiker, der sich auskennt, der schon einmal als Bundeskanzler wiedergewählt worden ist. Meine Damen und Herren, und das sage ich jetzt an die Adresse aller Fundamentalisten unter Ihnen, wählen Sie ein Geschöpf – es darf zur Not auch ein weibliches Geschöpf sein, aber es muß in jedem Fall Erfahrung als Bundeskanzler haben. Meine Damen und Herren, wir dürfen in Deutschland den Anschluß auf dem Gebiet der Gleichberechtigung in der Politik nicht verlieren. Ich denke an so bedeutende Länder wie Indien mit Frau Indira Gandhi, wie Pakistan mit Frau Benazir Bhutto, wie Sri Lanka mit Frau Bandaranaike und Frau Kumaratunga, an die Philipinen mit Frau Corazon Aquino und Frau Gloria Arroyo, an Indonesien mit Frau Megawati Sukarnoputri, oder an Israel mit Frau Golda Meir, an Neuseeland mit Frau Helen Clark, an Norwegen mit Frau Gro Harlem Brundtland, an Irland mit Frau Mary Harney und Frau Mary McAleese, an Großbritannien mit Frau Margaret Thatch .... Nein, meine Damen und Herren, die nicht, nein, also, Sie sehen, wohin es führt, wenn Frauen in die Politik gehen, also, wählen Sie einen Mann als Bundeskanzler, zu dem Sie Vertrauen haben. Ich danke Ihnen!
Martin Wagner, 23.11.2003 |